Mein Arbeitsverständnis

Mein Arbeitsverständnis basiert neben meinem Studium als Diplom-Psychologin vor allem auf meinen mehrjährigen Fortbildungen in Neuro-Linguistischer Programmierung, systemischer Beratung und der Arbeit mit psychosomatischen Symptomen. Letztendlich entscheidend sind aber meine über 25-jährigen Erfahrungen in der Arbeit mit Menschen in unterschiedlichen Funktionen: als psychologische Beraterin, Coach und Eignungsdiagnostikerin mit Einzelpersonen, als Konflikt-Mediatorin mit zwei oder mehr Personen sowie als Trainerin, Ausbilderin und Supervisorin mit Gruppen. So unterschiedlich wie die Funktionen sind, sind auch die Themen… Kann man dieser Vielfalt wirklich gerecht werden? Letztendlich lassen sich berufliche und persönliche Themen nicht trennen: persönliche Schwierigkeiten zeigen sich auch im beruflichen Umfeld, berufliche Themen haben immer auch persönliche Hintergründe. Und immer geht es um Selbstverantwortung…

Meine Art, mit Menschen zu arbeiten, basiert auf fünf Grundprinzipien. Ich vermittle diese auch den TeilnehmerInnen meiner Ausbildungen, die selbst Menschen bei schwierigen Situationen unterstützen wollen.

  1. Selbstverantwortung
  2. Klarheit
  3. Lösungsorientierung
  4. Wertschätzung
  5. Praxisorientierung

1. Selbstverantwortung

Niemand weiß, was für Sie richtig ist. Auch ich nicht. Daher gebe ich keine Ratschläge. Egal, welche Themen, Ereignisse oder Personen uns derzeit Schwierigkeiten bereiten… Es geht für mich immer darum, erst einmal bei sich selbst anzufangen: Bei den eigenen Bewertungen, Überzeugungen, Wünschen, Befürchtungen und Verhaltensmustern. Vor allem mit unseren Erwartungen an andere Menschen und das Leben stehen wir uns nämlich oft selbst im Weg und hindern uns daran, Lösungen zu finden. Auch wenn wir gerne anderen die Schuld für unsere Unzufriedenheit geben oder uns vom Leben generell ungerecht behandelt fühlen, wenn wir nach Ausreden und Rechtfertigungen suchen, warum wir keine Wahl haben und die Hinweise unseres Körpers so schnell wie möglich abstellen wollen: Wir entscheiden uns selbst für unsere Gedanken, Gefühle und die dazugehörigen Verhaltensweisen. Und wir können uns jederzeit anders entscheiden!

Selbstverantwortlich zu leben ist viel mehr als positives Denken. Es geht nicht darum, Probleme zu verharmlosen oder „schön“ zu reden. Es geht darum, die eigenen Wahlmöglichkeiten zu erkennen – und vorhandene Blockaden aufzulösen. Wir alle haben aus den Erfahrungen, die wir im Lauf unseres Lebens gemacht haben, Schlussfolgerungen gezogen. Manche sind hilfreich. Viele aber nicht. Mit vielen vermeintlichen „Wahrheiten“ schränken wir uns massiv ein – oft mehr, als uns bewusst ist. Ich bin überzeugt, dass jeder Mensch selbst am besten weiß, welche Lösung für seine Situation „richtig“ ist.  Es gibt bei mir daher keine „Rezepte“ für den Umgang mit schwierigen Situationen. Und in den Trainings und Ausbildungen auch keine PowerPoint-Vorträge. Stattdessen zeige ich auf, wo Sie Wahlmöglichkeiten haben bzw. wo Sie sich auch anders entscheiden könnten. Mit hartnäckigen Fragen zu Ihren Denkmustern und Zielen sowie fundierten Methoden, um vorhandene Blockaden aufzulösen, unterstütze ich Sie dabei, aus Ihren selbstgewählten Sackgassen wieder heraus zu finden. Wie es eine Kursteilnehmerin einmal formuliert hat: „Manchmal braucht man einfach jemanden, der einem hilft, den eigenen Kopf aufzuräumen“.

Menschen bewusst zu machen, dass sie selbst es in der Hand haben, ihr Leben so zu gestalten, wie sie es haben wollen,  und ihnen die notwendigen Werkzeuge dafür zu vermitteln, ist mir so wichtig, dass ich dazu zwei Bücher geschrieben habe: „Leben – auf eigene Verantwortung”. Sie finden diese rechts auf der Seite. Werfen Sie doch einmal einen Blick hinein!

2. Klarheit

„Manchmal braucht man jemanden, der einem hilft, den eigenen Kopf aufzuräumen“

Wir alle betrügen uns gerne selbst. Wollen uns lieber bedauern, als unangenehme Entscheidungen zu treffen („Sie schlagen mir vor, ich soll auf meinen Chef zugehen. Aber ich erwarte, dass er auf mich zugeht!“). Wollen uns lieber auf unsere Schwächen zurückziehen als neue Erfahrungen machen („Ich war schon immer so“). Wollen nicht wahrhaben, worauf wir zusteuern, wenn wir tun, was wir tun („Eigentlich habe ich ja mit dem Rauchen aufgehört. Nur gelegentlich…“). Klarheit konfrontiert mit den eigenen Ausreden und provoziert daher oft die vertrauten Abwehrmechanismen („So einfach ist das nicht. Was Sie sagen, mag auf andere zutreffen. Bei mir ist aber anders.”). Meine ehrliche Rückmeldung ist keine Kritik. Sie zeigt lediglich Wahlmöglichkeiten auf. Vieles verändert sich erst, wenn endlich klar ausgesprochen wird, welche Konsequenzen jemand mit dem, was er tut, bewirkt – bei sich selbst und anderen. Unsere Erfolge aber genauso auch unsere Schwierigkeiten spiegeln die Überzeugungen, die wir haben – über die Menschen um uns herum und vor allem über uns selbst. Ob wir das wollen oder nicht.

Ich bin gegen Selbstbetrug und für Selbstverantwortung: Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um berufliche oder private Themen handelt. Wir sollten uns klarmachen, was wir mit unserem Denken und Tun bewirken. Wenn das für uns in Ordnung ist, können wir gerne damit weitermachen. Wenn nicht, sollten wir aufhören zu jammern – und endlich etwas verändern…

3. Lösungsorientierung

„Wir müssen die Ursache eines Problems nicht kennen, um es lösen zu können!“

Die Vergangenheit ist vorbei. Wir können sie nicht ungeschehen machen. Wir sollten daher nicht zulassen, dass vergangene Ereignisse unser jetziges Leben – oder sogar noch unsere Zukunft – beeinflussen. Ich bin der Überzeugung, dass bei Problemen die Suche nach Ursachen oder „Schuldigen“ in der Kindheit oder das „Verstehen wollen“ nicht weiterführt. Viel zu oft wird die eigene Vergangenheit als Rechtfertigung missbraucht, um passiv in der Opfer-Rolle zu bleiben (“Ich konnte nie Selbstbewusstsein entwickeln, weil…”). Es kann tatsächlich hilfreich sein, Zusammenhänge zwischen unserem heutigen Verhalten und früheren Erlebnissen zu erkennen. Viel wichtiger ist es aber, sich klar zu machen, wie wir heute leben wollen. Viele Menschen sind so damit beschäftigt, zu beklagen, was ihnen gefehlt hat oder immer noch fehlt, dass sie überhaupt nicht dazukommen, zu überlegen, wie sie es gerne hätten und was sie ab sofort selbst dazu beitragen können. Ich schätze daher den lösungsorientierten Ansatz von Steve de Shazer.

Unsere Vergangenheit hat uns zu dem gemacht, was wir heute sind. Wenn wir auch unangenehme Erlebnisse und Misserfolge akzeptieren und uns die wichtigen Lernerfahrungen und Fähigkeiten daraus bewusstmachen, erhalten wir wichtige Ressourcen, die wir heute nutzen können. Oft sind es gerade die schwierigen Erfahrungen, aus denen wir heute ungeahnte Kräfte schöpfen können. Diese zu aktivieren, gehört zu den Grundgedanken des Neuro-Linguistischen Programmierens.

4. Wertschätzung für andere – und vor allem für sich selbst!

Wenn Menschen mit Situationen in ihrem Alltag anders umgehen wollen, geht es dabei fast immer um die Zusammenarbeit oder das Zusammenleben mit anderen: Egal, ob jemand als Kollege oder Führungskraft in einem Team arbeitet, mit Kunden gute Beziehungen aufbauen möchte, ob er/sie mit Kindern im Kindergarten oder in der Schule arbeitet – oder ob jemand einfach die Beziehungen in seinem privaten Umfeld verbessern will.

Wer gute Beziehungen aufbauen will, sollte Menschen in ihrer Individualität respektieren und seinen eigenen Anteil an einer Beziehung erkennen. Wir sollten aufdecken, mit welchen festgefahrenen Denk- und Verhaltensmustern wir Störungen in einer beruflichen oder privaten Beziehung aufrechterhalten oder sogar verstärken. Es scheint paradox: Wie andere Menschen mit uns umgehen, hat vor allem mit uns selbst zu tun. Es liegt an uns, ob wir zulassen, dass andere Menschen unsere emotionale Verfassung oder sogar unser gesamtes Leben beeinflussen. Und es liegt erst recht an uns, ob wir unserer Selbstachtung zuliebe anderen rechtzeitig Grenzen setzen. Ein System von Menschen verändert sich, wenn sich eine Person verändert. Festgefahrene Beziehungen verändern sich daher oft, wenn Menschen beginnen, konsequent für ihre Bedürfnisse einzutreten.

5. Praxisorientierung

Selbstverantwortliche Lebensführung lässt sich nicht über PowerPoint-Vorträge lernen. Wir können nur an ganz konkreten Situationen erleben, was uns hindert, uns so zu verhalten, wie wir es eigentlich möchten. Ich frage daher immer nach konkreten Beispielen aus dem Alltag. Das ist in Einzelgesprächen sehr leicht möglich. Ich versuche aber auch in Trainings mit mehreren Teilnehmern möglichst individuell auf jeden einzugehen. Die Visualisierung vergangener Situationen sowie die Visualisierung unseres veränderten Verhaltens in künftigen Situationen ist ein grundlegendes Arbeitsprinzip des Neuro-Linguistischen Programmierens.

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