Konflikt-Moderation

Eine Konflikt-Moderation ist eine Maßnahme zur Teamentwicklung, bei der aktuell bestehende „Reibungsverluste“ in der Zusammenarbeit offen angesprochen, deren Ursachen analysiert und Lösungen erarbeitet werden. Anhand des gemeinsamen Umgangs mit dem konkreten Konflikt verbessert sich die Güte der Zusammenarbeit sowohl mit den Kollegen als auch mit dem Teamleiter.

Eine Konflikt-Moderation macht dann Sinn, wenn

  • eine Führungskraft ein „konfliktträchtiges“ Team neu übernommen hat und einen „Wendepunkt“ setzen will
  • ein Team mit Veränderungen konfrontiert wird, die zu Widerständen und Konflikten führen
  • in einem Team ein Kommunikationsstil des „Übereinander“ statt des „Miteinander“ vorherrscht und Konflikte offen angegangen werden sollen
  • Konflikte zwischen einzelnen Team-Mitglieder bestehen, die bereits auf das Team übergreifen („Frontenbildung“)

Je nach Ergebnis der Konflikt-Moderation kann im Anschluss ein Konflikt-Coaching von einzelnen Team-Mitgliedern sinnvoll sein.

Achtung:
Viele Teamkonflikte entstehen, wenn die Führungskraft keinen konsequenten Umgang mit Konflikten vorlebt (z.B. fehlende Sanktionen für Fehlleistungen, unklare Zuständigkeiten, Harmoniebedürfnis). Hier erscheint zuerst ein Konflikt-Coaching für die Führungskraft sinnvoll.

Wie läuft eine Konflikt-Moderation ab?

  • In einem Vorgespräch werden mit der Führungskraft aktuelle Situation und Ziele geklärt. Bestehen große Widerstände im Team gegen eine Konfliktklärung kann entweder ein weiteres Vorgespräch mit dem Team (ohne die Führungskraft) oder mit einzelnen Team-Mitgliedern sinnvoll sein.
  • Gemeinsam mit dem Team werden zunächst kritische Themen gesammelt und priorisiert. Danach werden diese situativ im Plenum, in Kleingruppen oder in moderierten Dreier-Gesprächen bearbeitet. Hier wird auf ein breites Methoden-Spektrum aus dem Konfliktmanagement zurückgegriffen.
  • Der Schwerpunkt der Moderation liegt auf der Klärung bestehender Konflikte und der dahinterstehenden Interessen und Wünsche, der Differenzierung von strukturellen, führungsrelevanten und persönlichen Konflikten und der Konkretisierung erster Lösungsansätze in Form von Maßnahmen.
  • Das Commitment aller Beteiligten zu den Maßnahmen wird ausdrücklich erfragt.
  • In einem follow-up-Termin mit dem Team werden erste Veränderungen diskutiert und weitere Maßnahmen beschlossen.
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