Resilienz: Robustheit im Umgang mit Stress-Situationen

  • Sie fühlen sich durch immer mehr Aufgaben und Verantwortung überlastet, was sich inzwischen auch körperlich bemerkbar macht?

  • Sie sind in Ihrem Job Ansprechpartner für viele Menschen und kommen häufig nicht mehr zu Ihren eigenen Aufgaben?

  • Die ständigen Veränderungen an Ihrem Arbeitsplatz machen Ihnen immer mehr Angst?

  • Sie gehen sehr selbstkritisch mit sich um, können Misserfolge nicht so leicht wegstecken und bräuchten dringend etwas mehr psychische Robustheit?

  • Sie können abends kaum mehr abschalten, weil Ihnen die Ereignisse des Tages noch durch den Kopf gehen?

  • Sie wollen Ihren Arbeits- und Lebensstil überdenken, weil Sie immer häufiger gesundheitliche Beschwerden haben?

Die ständig steigenden Anforderungen in Beruf und Privatleben führen dazu, dass immer mehr Menschen ihre Tage in ständiger Anspannung verbringen. Sie hetzen von Termin zu Termin, von Aufgabe zu Aufgabe, sind immer in Sorge, etwas zu übersehen oder einen Fehler zu machen. Sie sind oft so  damit beschäftigt, ihren anstrengenden Alltag irgendwie zu meistern, dass sie erst durch gesundheitliche Beschwerden zum Nachdenken gezwungen werden. Symptome wie Schlafstörungen, Verspannungen, Kopfschmerzen, Gereiztheit oder dauerhafte Erschöpfung weisen auf eine ungünstige Stressverarbeitung hin und sollten als Warnsignale ernst genommen werden.

Die Empfehlungen zur Stressbewältigung reichen von einem optimierten Zeitmanagement (um in der gleichen Zeit noch mehr zu erledigen), sportlichen Aktivitäten zum Stressabbau bis zu Entspannungs- oder Achtsamkeitstechniken. Ein gesunder Umgang mit den täglichen Herausforderungen beginnt jedoch bei den eigenen Denkmustern. Meist sind es nämlich gar nicht die Anforderungen, die von außen an uns herangetragen werden, sondern die Ansprüche, die wir selbst an uns stellen, mit denen wir uns ständig unter Druck setzen. Dabei geht es nicht darum, sich eine „Ist mir doch egal“-Haltung zuzulegen. Es geht darum, die inneren Kommandos aufzudecken, mit denen wir uns ständig antreiben. Unsere perfektionistischen Verhaltensmuster oder unser Wunsch, den Erwartungen der anderen zu entsprechen. Und diese durch realistische – und vor allem gesunde – Strategien zu ersetzen. 

Im Coaching

  • analysieren wir, wie Sie auf Herausforderungen und Veränderungen üblicherweise reagieren, und decken ineffiziente Denk- und Verhaltensmuster auf
  • lernen Sie mit “gesunden” Denk- und Verhaltensmustern auf die Anforderungen in Ihrem Alltag zu reagieren
  • re-aktivieren Sie Fähigkeiten aus früheren Erfolgserlebnissen und lernen diese in Stresssituationen zu nutzen

Lässt sich emotionale Robustheit (Resilienz) lernen?


Um sich von den Herausforderungen und Schwierigkeiten im Alltag nicht unterkriegen zu lassen, wünschen sich viele Menschen ein „dickeres Fell“. Sie wollen sich von schwierigen Rahmenbedingungen, im Alltag nicht mehr so leicht unterkriegen lassen, Beschwerden und Kritik von Kunden und Kollegen nicht persönlich nehmen, mit Spannungen und Konflikten gelassener umgehen und sich von Misserfolgen nicht so leicht aus der Bahn werfen lassen. Einfach insgesamt psychisch robuster und belastbarer werden. Diese Fähigkeit wird als „Resilienz“ (lat. resilire = abprallen) bezeichnet. Resiliente Menschen verfügen über Selbstvertrauen und eine optimistisch-zupackende Grundhaltung. Damit erleben sie Stresssituationen eher als Herausforderungen und können kreativ und flexibel auf Probleme reagieren. Dies spiegelt sich auch in ihrer körperlichen Gesundheit wieder. Auch wenn es manchmal unfair erscheint: Manche Menschen sind tatsächlich von Natur aus resilienter, d.h. robuster, als andere. Jeder kann aber lernen, robuster zu werden und gelassener mit Belastungen umzugehen.

Symptome wie Schlafstörungen, Kopfschmerzen, Gereiztheit oder Erschöpfung weisen auf eine ungünstige Verarbeitung von Alltagsanforderungen hin und sollten frühzeitig als Warnsignale ernst genommen werden. Gut gemeinte Ratschläge, nicht so “empfindlich” zu sein und sich “die Dinge nicht so zu Herzen zu nehmen” helfen dabei nicht weiter.  Es sind unsere eigenen Denkgewohnheiten (z.B. die Art und Weise, wie wir Ereignisse bewerten), die darüber entscheiden, ob wir uns aufgrund vorhandener Anforderungen  selbst unter Druck setzen oder uns diese an unseren Fähigkeiten zweifeln lassen. Und genau hier gilt es anzusetzen.

Was unterscheidet resiliente Menschen von weniger belastbaren Menschen? Dazu wurde in den letzten Jahren viel geforscht. Aus den ursprünglichen  sieben “Resilienzfaktoren” sind inzwischen 9 Denkmuster geworden, die dafür sorgen, dass wir uns nicht unterkriegen oder gar gesundheitlich beeinträchtigen lassen, sondern aus schwierigen Situationen sogar noch etwas lernen…

Resiliente Menschen

  1. haben gelernt, sich und ihre Umwelt achtsam wahrzunehmen. Sie sind in der Lage, zu unterscheiden, was tatsächlich passiert, und mit welchen Gedanken sie darauf reagieren (Achtsamkeit)
  2. lassen sich von ihren Gedanken und Stimmungen nicht überwältigen. Sie haben erkannt, dass sie mit ihren Gedanken ihre emotionale Verfassung erzeugen. Daher übernehmen sie die Verantwortung für das, was sie denken und für die daraus resultierenden Verhaltensweisen. Sie sehen sich nicht als Opfer oder suchen die Schuld bei anderen. Darüber hinaus achten sie auf ihre Bedürfnisse und respektieren ihre körperlichen Grenzen (Selbstverantwortung)
  3. erkennen die Grenzen ihrer eigenen Einflussmöglichkeiten. Sie akzeptieren daher Menschen und Situationen, wie sie sind, statt voreilig zu bewerten oder sich in Erwartungen zu verlieren. Und sie verschwenden auch keine Energie für vergangene Ereignisse, auf die sie heute keinen Einfluss mehr haben. Sie haben gelernt, zu vergeben  (Akzeptanz)
  4. vertrauen aufgrund ihrer Lebenserfahrung uns ihrer Erfolgserlebnisse auf ihre Fähigkeiten und gehen davon aus, ihre aktuelle Lage immer irgendwie meistern zu können (Selbstvertrauen)
  5. sind in der Lage, die eigene Wahrnehmung bewusst auf positive Aspekte zu lenken und können daher auch schwierigen Situationen etwas Positives abgewinnen. Dabei geht es nicht darum, die eigene Situation “schön” zu reden. Es geht vielmehr um die  Einsicht, dass die Ereignisse im  Leben dazu dienen, vorhandene Fähigkeiten zu trainieren und neue Fähigkeiten zu entwickeln  (Optimismus)
  6. haben erkannt, dass sie das Leben nicht kontrollieren können. Sie akzeptieren, dass sich unser Umfeld ständig verändert, und sind bereit, sich immer wieder flexibel darauf einzustellen (Veränderungsbereitschaft)
  7. lassen sich durch Schwierigkeiten und Misserfolge nicht entmutigen. Sienutzen diese, um neue Fähigkeiten und Sichtweisen zu entwickeln. Daher erkennen sie auch in schwierigen Rahmenbedingungen noch Handlungsspielräume (Lösungsorientierung)
  8. konzentrieren sich in ihrem Umfeld auf stärkende Beziehungen und schränken kräftezehrende Beziehungen ein oder beenden diese ganz. Sie verfügen über stabile Beziehungen, auf die sie bei Bedarf zurückgreifen können, und denen sie umgekehrt ebenfalls Unterstützung anbieten  (stabile Beziehungen)
  9. wissen, was ihnen wichtig ist und was nicht. Sie arbeiten ständig an einer positiven Zukunftsvision für sich selbst. Daher überprüfen sie regelmäßig ihre Ziele durch Fragen wie z.B. “Wie möchte ich leben und arbeiten?”, “Wie kann ich das mit meinen Talenten verwirklichen?”, “Wo möchte ich mich weiterentwickeln?” (persönliche Entwicklung)

Vortrag zum Download: Psychische Robustheit – ein dickeres Fell für den Alltag! ( 09/2019)

Die dauerhafte Überforderung hat bei Ihnen bereits zu ernsthaften körperlichen oder psychischen Symptomen geführt?  Hinweise zum Umgang mit psychosomatischen Erkrankungen, Burnout, Ängsten oder depressiven Verstimmungen mit zahlreichen Interviews und Fallbeispielen finden Sie hier

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